Häufig gestellte Fragen
Warum Milchviehhaltung auf 3’500–4’000 m üM?
Man kann sich fragen, weshalb die Kleinbauern im Hochland von Ayacucho ihr Glück in
der Milchviehhaltung suchten. Wenn man aber bedenkt, dass sie 30 Jahre früher auf
dem Versuchsbetrieb Allpachaka braune Kühe antrafen, die im Durchschnitt rund 8 lt
Milch/Tag produzierten, was 4-5 mal mehr Einkommen bringt als die herkömmliche
extensive Mutterkuhhaltung, kann man sie verstehen. Auf der erwähnten Höhe ist der
andine Ackerbau wegen Frost und Hagelschlag sehr riskant. Die Milchviehhaltung versprach,
das beachtliche Arbeitspotential der Kleinbauernfamilien (1’500 bis 2’000 Arbeitskräfte)
nutzbringend einzusetzen.
Kommt mein finanzieller Beitrag wirklich direkt bei den Bedürftigen an?
Wie
sehen die Gemeinkosten des Projektes aus?
Die Administrationskosten des Projektes in der Schweiz (Werbung, Verwaltungsspesen)
sind minimal und machen aktuell weniger als 1% des gesamten Budgets aus. Der Verein
verfügt über keine Infrastrukturkosten (Büros, etc.) und der Vereinsvorstand arbeitet
ehrenamtlich und mit hohem ideellem Engagement.
Die Revision des Vereinsbudgets wird von einem Treuhänder vorgenommen und steht
Interessenten zur Einsicht zur Verfügung.
Dient das Projekt der ‚Hilfe zur Selbsthilfe’?
Die ganze Projektanlage hat diesen Grundsatz, der konsequent umgesetzt ist, zur Basis.
Es ist klar vorgesehen, dass die Bevölkerung im Projektgebiet in der Zukunft eigenständig
die Verbesserungen der Milchwirtschaft umsetzen und weiterentwickeln kann. Daher
wird ein Schwerpunkt auf die flankierenden Massnahmen von Know-how Transfer,
Beratungen und Schulungen gelegt und die Zusammenarbeit mit den lokalen Institutionen
integriert und gefördert.
Warum werden lokale Käsereien aufgebaut?
Dem Entscheid zum Bau von Käsereien im Projektgebiet, anstelle von Käsereien in der
Hauptstadt, lagen folgende Überlegungen zugrunde:
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die Milchkontrolle liegt so bei den lokalen Bauern und bringt eine höhere Verantwortung
und Motivation zur Sicherung und Verbesserung der Milchqualität. |
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Der Transport in die Hauptstadt ist für Käse einfacher als für Frischmilch (nicht tägliche
Lieferung notwendig). |
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Die lokalen Käsereien sind unabhängiger, bringen einen Mehrwert in den Dörfern
und dadurch höhere wirtschaftliche Sicherheit. |
Warum hat sich die DEZA vom Projekt zurückgezogen?
Die DEZA, die das frühere Ausbildungsprojekt in Ayacucho durchgeführt hatte, wurde
als erste Institution zur Weiterführung ihres ehemaligen Projektes eingeladen. Sie lehnte
eine Weiterführung mit der Begründung ab, dass sie heute andere Prioritäten in Peru
habe und sich nicht mit Milchprojekten befassen möchte. Ausserdem gehöre Peru mit
US$ 2'150 per capita nicht mehr zu den ärmsten Ländern der Welt. Dabei wurde ausser
Acht gelassen, dass zwischen der weissen Bevölkerung an der Küste und der Indianerbevölkerung
im Hochland oder im Urwald eine riesige kulturelle und wirtschaftliche
Diskrepanz besteht.
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